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TYPISCH BERGISCH

Das Bergische Land – was ist das, warum heißt es so und was kann man hier unternehmen?

„BERGIG“ ODER „BERGISCH“?

Stadt WuppertalWiesen, Wälder, Hügel und Täler – beim Anblick der bergischen Landschaft fragt man sich vielleicht, warum es eigentlich nicht „bergiges“ oder „hügeliges“ Land heißt. Die Region erhielt ihren Namen allerdings nicht aufgrund ihrer topografischen Gegebenheiten, sondern durch die Grafen von Berg. Deren Herzogtum erstreckte sich bis ins frühe 19. Jahrhundert zwischen Rhein, Sieg, Ruhr und Sauerland. Stammsitz der Grafen von Berg war ursprünglich die Burg Berge in Odenthal/Altenberg, ab 1133 residierten sie dann in Schloss Burg, was heute zu Solingen gehört. Im späten 14. Jahrhundert siedelten die Herrschaften nach Düsseldorf um und machten das „Dorf “ an dem Flüsschen Düssel zur Hauptstadt des Bergischen Landes. Der Bergische Löwe im Düsseldorfer Stadtwappen erinnert übrigens noch heute an die bergische Vergangenheit der Landeshauptstadt.

TIPP: Schloss Burg besuchen! Wo früher Hoffeste gefeiert wurden, finden heute saisonale Märkte, Basare, Ritterfeste und Konzerte statt. Mehr über die Burg könnt ihr bei einer der zahlreichen Führungen erfahren, die ihr auch nach Themen auswählen könnt. Wie wäre es zum Beispiel mit einer schaurig, geheimnisvollen Gruselführung?



BERGISCHER DREIKLANG

Eindeutiges Erkennungszeichen des Bergischen Landes sind die bergischen Fachwerkhäuser. Weißes Gemäuer mit schwarzen Balken, grüne Fensterläden und verschieferte Gauben – so säumen die Häuser im „Bergischen Dreiklang“ (weiß-schwarz-grün) ganze Straßenzüge zum Beispiel in Velbert-Langenberg, Remscheid-Lennep oder Solingen-Gräfrath. Das „Bergisch-Grün“ variiert dabei von Ort zu Ort und ist in seiner Farbzusammensetzung in der jeweiligen Denkmalschutzordnung festgeschrieben.

TIPP: Die bergische Architektur und das Bergische Land lassen sich komfortabel per Rad erkunden, wenn ihr die eigens dafür ausgebauten Trassen nutzt. Die ehemaligen Eisenbahnstrecken haben relativ wenig Gefälle und bilden ein rund 220 Kilometer langes Netz durch das Bergische Land, bis hinein in das südliche Ruhrgebiet und das nördliche Rheinland. Mehr zu Touren und Streckenverläufen findet ihr unter dasbergische.de, einfachbergischradeln.de oder adfc-nrw.de



BERGISCHE MUNDART

Einen bergischen Dialekt gibt es so nicht, vielmehr verläuft eine Sprachgrenze mitten durch die Region. Im Süden ist die bergische Mundart eindeutig rheinisch geprägt, im Norden sind westfälische Einflüsse zu erkennen. Diese Grenze kann man beispielsweise in Wuppertal gut hören: Beendet der Barmer seine Sätze gerne mit einem deftigen (westfälischen) „woll?“, hängt man in Elberfeld eher das rheinische „ne?“ an das Ende einer Aussage. Einig ist man sich in Barmen und Elberfeld allerdings darüber, was man unter „Ärpelschlot“, „drömmeln“ oder „Bangbüx“ versteht. Wer es rausfinden möchte, geht am besten auf mitmachwoerterbuch.lvr.de.de



BERGISCHES WETTER

Der Volksmund sagt, dass Kinder in Wuppertal mit einem Regenschirm in der Hand geboren werden. Tatsächlich liegen die „Bergischen Drei“ (Wuppertal, Solingen, Remscheid) im Ranking der regenreichsten Städte Deutschlands auf den Spitzenpositionen. Die Erklärung für die hohen Niederschlagsmengen ist relativ simpel: Die bergischen Höhen sind das erste „echte“ Hindernis für feuchte atlantische Luftmassen. Die Wolken werden gezwungen in höhere – und somit kältere – Luftschichten aufzusteigen. Die Luftmasse wird dabei abgekühlt, die Wolken kondensieren. Einfach ausgedrückt: es regnet.

TIPPS FÜR NASSE TAGE:

Minigolf spielen im Dunkeln, mit 3D- und Schwarzlicht-Effekten, in der Alten Papierfabrik, Wuppertal-Elberfeld.


Abenteuererlebnis in der Gruppe beim Live Escape Game im Wuppertaler LockRoom.

Hüftenschwingen auf Schlittschuhen bei der Ice-Disco in der Eissporthalle Solingen.


SPEZIAL-TIPP:

Große Klassiker und moderne Werke in Theater und Oper oder Meisterwerke und Liebhaberstücke interpretiert vom Sinfonieorchester – die Wuppertaler Bühnen bieten ein vielseitiges Programm. Das Beste: Studierende der Bergischen Uni können ab zehn Tage vor der Vorstellung bis zu zwei kostenlose Karten reservieren. Ausgenommen sind Premieren, Gastspiele und Sonderkonzerte. Für ganz Spontane besteht die Möglichkeit, kurz vor Beginn nach Restkarten aus dem „Bühne frei“-Kontingent zu fragen.





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